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Pizza Margherita und Marinara

Die "Geburtsstunde" der ersten unseren heutigen Vorstellungen entsprechenden Pizza wird auf den 11. Juni 1889 datiert. Es heißt, als König Umberto I. und seine Frau Margherita Neapel besuchten, wünschte diese, eine einheimische Spezialität zu kosten. Aus diesem Grund sei der pizzaiolo Raffaele Esposito aus Neapel aufgefordert worden, eine Pizza zu servieren. Von Patriotismus erfüllt, belegte der Pizzabäcker den Teigfladen mit Basilikum, Mozzarella und Tomaten – Zutaten in grün, weiß und rot, den italienischen Nationalfarben.

Pizza

Auf der ganzen Welt wird wohl keine andere Speise so sehr mit dem italienischen Lebensgefühl verbunden wie die Pizza. Und das ist durchaus erstaunlich, denn erstens verstehen die Italiener unter pizza in erster Linie die Pizza nach neapolitanischer Art und zweitens war die Pizza früher ein "Arme-Leute-Essen", aus wenigen einfachen Zutaten bestehend und doch sättigend. Das älteste schriftlich festgehaltene Pizzarezept stammt aus dem Jahr 1858

Focaccia

Focaccia ist ein Fladenbrot aus Ligurien, außen knusprig und innen weich. Diente sie ursprünglich, flankiert von frischen Feigen, als Hauptmahlzeit, ist sie heute zu allen Tageszeiten beliebt: zum Frühstück, als Imbiss zwischendurch oder als Begleitung zum Aperitif. Eine besondere Variante bildet die focaccia con formaggio, die Käse-Focaccia, deren Ursprung in dem ligurischen Städtchen Recco verortet wird.

Luganega

Luganega oder Lucanica ist die Bezeichnung einer würzigen Bratwurst aus Venetien, die man häufig zu "Schnecken" aufgerollt erhält. Die Luganega wird hauptsächlich aus dem Nacken- und Backenfleisch von Schweinen hergestellt. Die Gewürze variieren je nach Produzent, doch ein Aroma ist für alle gleichermaßen unverzichtbar: der Pfeffer.

Pasta Produktion

Traditionell wird die Pasta aus Hartweizengrieß, einer Art gröberem Mehl, und Wasser hergestellt, in manchen Regionen werden auch Eier hinzugefügt. So wird etwa in der Emilia-Romagna der Nudelteig ohne Wasser und Salz, dafür mit vielen Eiern und Mehl hergestellt. In Venetien enthält der Teig weniger Eier, wird dafür aber häufig noch mit Olivenöl verfeinert.

Aceto balsamico & Co.

Ebenso bekannt und beliebt wie das italienische Olivenöl ist der dickflüssige dunkle Essig Aceto balsamico. Er wird seit mehr als 1000 Jahren in den Regionen Modena und Reggio Emilia aus Traubenmost gewonnen, wobei die weißen Trebbiano- und Sauvignontrauben bevorzugt werden. In der Reggio Emilia wird er auch aus Lambrusco-Traubenmost hergestellt. Das charakteristische Aroma dieses Essigs stammt nicht etwa von Kräutern oder sonstigen Zusätzen, wie viele annehmen, sondern einzig und allein von seinem speziellen Herstellungsprozess.

Olivenöl

Ein Stück frisches Landbrot und ein Schälchen Olivenöl, dazu einige Körnchen Meersalz – es gibt kaum einen Imbiss, der unkomplizierter und zugleich köstlicher ist. Der Olivenbaum war bereits in vorgeschichtlicher Zeit im östlichen Mittelmeerraum verbreitet. In frührömischer Zeit fand das Olivenöl dann seinen Weg aus Griechenland in das Römische Reich, wo es nicht zuletzt den römischen Damen als Schönheitselixier diente.

Piadina Romagnola

Was den Neapolitanern ihre Pizza, ist den Bewohnern der Emilia-Romagna und der nördlichen Marken die Piadina: Aus Weizenmehl, Schmalz, Salz, Wasser und Backpulver wird ein glatter Teig geknetet und zu Fladen von ca. 20 cm Durchmesser ausgerollt, die anschließend in einer Terrakotta-Pfanne gebacken werden.

Cinta senese

Einer der bemerkenswertesten Fleischlieferanten ist Cinta senese, ein nahezu schwarzes Freizuchtschwein mit charakteristischer weißer Zeichnung, die sich wie ein Gürtel (ital. cinta) über Brustkorb, Schultern und Vorderbeine erstreckt.

Salumi

Salumi erinnert klanglich an "Salami" – das ist vermutlich kein Zufall, doch fallen unter die italienischen Salumi weit mehr Delikatessen als die weltweit bekannte Rohwurstsorte. Unter Salumi versteht man in Italien allerlei – meist gepökelte – Wurstspezialitäten, vor allem Rohschinken und – ja, auch Salami.